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Eskalationen im Nahen Osten nehmen deutlich zu – Heizöl erheblich teurer
11.09.2026

Die bereits angespannten Konflikte im Nahen Osten, sei es rund um den Iran aber auch zu den Auseinandersetzungen zwischen Saudi Arabien und der Huthi-Miliz haben diese Woche drastisch zugenommen. Händler rechnen damit, dass die Konsequenzen des Kriegs, wenn nicht sogar der Konflikt selbst, uns bestimmt noch das restliche Jahr und darüber hinaus begleiten werden. Die Preise an den Ölbörsen stiegen dabei gestern erheblich an, besonders, da die jemenitische Miliz ihren Einfluss auf das Rote Meer mit der gestrigen Übernahme des Hafen von Mokka ausgeweitet hat.
Huthi-Miliz übernimmt Hafen von Mokka – Ölmärkte werden nervös
Die politisch-religiöse Huthi Miliz im Jemen ist einer der wichtigsten Partner des Iran und steht seit Jahren im Konflikt mit Saudi Arabien für deren Einfluss im Bürgerkrieg innerhalb des Jemen. In Zusammenarbeit mit dem Iran hat die Miliz in den letzten Wochen ihre Angriffe gegen die Saudis und deren Ölindustrie erheblich hochgefahren. Seit Ende Juli blockiert die militärische Milizgruppe zudem die Durchfahrt von Schiffen und Waren aus Saudi Arabien durch die Meerenge von Bab el-Mandeb, eine enge Handelsroute im Südosten des Roten Meers, die als weltweit wichtige Handels- und Transportroute über den Suez-Kanal zum asiatischen Markt gilt.
Innerhalb der Ausweitung des jemenitischen Bürgerkriegs in den letzten Wochen gelang es der Huthi-Miliz gestern, den Hafen von Mokka im Westen des Jemen einzunehmen und damit einen weiteren, strategisch wichtigen Punkt in der Kontrolle der Meerenge von Bab el-Mandeb zu übernehmen. Damit sieht sich nicht nur Saudi Arabien deutlich stärker unter Druck gesetzt, deren Schiffe und Häfen zuletzt wiederholt von der Miliz angegriffen wurden, auch der globale Handel könnte erheblich eingeschränkt werden, falls die Huthi eine Durchfahrt durch das Rote Meer zugunsten des Iran komplett blockieren sollten.
Heizölpreise vor dem Wochenende erheblich gestiegen
Die Entwicklungen im Nahost-Konflikt und die Ausweitung des Einflusses der Huthi-Miliz ließ die Ölbörsen am Donnerstagnachmittag mit erheblichen Preisanstiegen bei Öl und dessen Produkten reagieren. Diese Kosten treffen unweigerlich auch die Heizölkäuferinnen und Käufer in der Bundesrepublik, die deshalb für Freitagvormittag mit Preisanstiegen über durchschnittlich +4,60 bis +5,60 Euro pro 100 Liter Heizöl rechnen müssen. Da die geopolitischen Entwicklungen in den letzten Tagen jedoch sehr unvorhersehbar sind, stellen diese Preise nur eine Momentaufnahme dar und können sich jederzeit wieder ändern.